Schwimmkurse und Training

Die Schwimmkurse für die kommende Saison sind inzwischen alle belegt.
Anmeldungen für die Saison 18/19 sind wieder ab Pfingsten möglich.

Das Schwimmtraining geht ab 16.10 wieder los.


 

Tag bei der Wasserwacht

Foto: Irmgard Latzko

Das war ein aufregender Tag! Die Kinder des KiGa Kinsau, die den diesjährigen Schwimmkurs absolviert hatten, durften einen Tag bei der Schongauer Wasserwacht am Lido verbringen. Mit dem Wetter hatten sie so viel Glück, dass auch ins Wasser gehüpft und gebadet werden konnte.


 

Nichtschwimmerfreie Grundschule

Rottenbuch löst Hohenfurch ab

Lauter hätte der Aufschrei der Begeisterung im Rottenbucher Schulhaus vor dem Ferienbeginn nicht sein können. Gerd Merk, Vorsitzender der Wasserwacht Peiting-Schongau, hat soeben das Ergebnis der Aktion „Nichtschwimmerfreie Grundschule“ für dieses Jahr bekannt gegeben. Die Grundschule Rottenbuch hat es geschafft, die begehrte Auszeichnung in Empfang zu nehmen. 96,87 Prozent aller Schüler können hier schwimmen.

Rottenbuch – Es ist schon eine große Überraschung. Jahrelang hat die Grundschule Hohenfurch die begehrte Trophäe „Nichtschwimmerfreie Grundschule“ der Wasserwacht erhalten, in diesem Jahr wurde der langjährige Spitzenreiter von der Grundschule Rottenbuch abgelöst. Die Kinder dieser Schule sind in diesem Jahr ganz nach vorne geschwommen. Man höre und staune, 100 Prozent aller Viertklässler haben die Vorraussetzungen für das „Seepferdchen“ erfüllt, können also schwimmen.

Ganz dicht gefolgt von den Grundschulen aus Wildsteig und Burggen. Sie liegen mit einer Quote von 100 Prozent bei den Viertklässlern ebenfalls in der Spitzenposition. Die Platzierung resultiert daher, dass der Prozentsatz der Gesamtschülerzahl von der ersten bis zur vierten Klasse gewertet wurde.

Pokal- und Urkundenübergabe mit den Geldpreisen. Die Vertreter der Wasserwacht Peiting-Schongau, Gerd Merk (hinten Mitte) und Magnus Magg, freuen sich, dass auch in diesem Jahr die Aktion „Nichtschwimmerfreie Grundschule“ so gut angenommen wurde. Rottenbuchs Bürgermeister Markus Bader gratuliert den Siegern der Grundschulen (v.l.) Peter Schmid (Wildsteig), Franziska Sedelmeier (Rottenbuch) und Brigitte Kees (Burggen). © Herold

Seit acht Jahren führt die Wasserwacht Peiting-Schongau diese Aktion durch. Magnus Magg, damals Rektor der Grundschule Hohenfurch und Leiter der Wasserwacht, verfolgte jedes Jahr die erschreckende Zahl vor allem im Urlaub ertrunkener Kinder. Er wollte zusammen mit Lehrern, Eltern und der Wasserwacht erreichen, möglichst viele Kinder zum sicheren Schwimmen hinzuführen. Eine Aktion wurde geboren, die von Firmen aus der Umgebung mit großzügigen Geldspenden unterstützt wird. Beteiligten sich am Anfang noch neun Schulen an der Aktion, sind mittlerweile alle 16 Grundschulen dabei.

„Es sind erschreckende Zahlen, die in den Statistiken zu lesen sind“, sagt Gerd Merk zu den Schulkindern. In Deutschland können 40 Prozent der Kinder am Ende der vierten Klasse noch nicht schwimmen. Und das, obwohl es die meisten Urlauber in den Ferien ans Wasser zieht. Egal ob See, Fluss oder Meer, für manchen wurde das nasse Element zur tödlichen Falle.

„Dabei zählt doch gerade das Schwimmen zu den gesündesten Sportarten“, erklärt Merk den Schülern. Er sieht das Defizit darin, dass das Angebot von Musik, Sport und Freizeitmöglichkeiten so groß ist, dass richtiges Schwimmenlernen sehr oft zu kurz kommt. Erfreulich für Merk ist es, dass im Altlandkreis nur noch acht Prozent der Viertklässler nicht schwimmen können: „Wir liegen hier mit unseren Leistungen weitaus besser als der Bundesdurchschnitt“.

Und noch eine Zahl aus der Statistik: Im Durchschnitt können 83 Prozent der Grundschüler der 16 beteiligten Grundschulen schwimmen. Dieser Erfolg ist darauf zurückzuführen, dass nicht nur die Wasserwacht vier bis fünf Schwimmkurse im Jahr anbietet, sondern dass die Schulen zum Schwimmen gehen.

Trotzdem unterstreicht Merk wie wichtig es ist, dass auch die Eltern frühzeitig ihre Kinder an das Wasser gewöhnen. Im Klartext heißt dies, den Kopf ohne Angst ins Wasser tauchen. 2250 Euro wurden von der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel, der Sparkasse Oberland sowie den Firmen Hirschvogel, Hochland, UPM und Gustav Klein gespendet. Diese Summe wurde als Siegerprämie an die ersten drei Schulen verteilt. 850 Euro bekommt die Grundschule Rottenbuch, die zum ersten Mal den ersten Platz ergattert. Nur zwei Schüler haben hier noch kein Seepferdchen. Der zweite Platz, der an die Grundschule Wildsteig geht, ist mit 800 Euro dotiert. Die Grundschule Burggen, die seit Jahren unter den drei Erstplatzierten zu finden ist, erhält 500 Euro.

Die Platzierungen

 

  1. Rottenbuch 96,87 % (100 %)

  2. Wildsteig 96,77 % (100 %)

  3. Burggen 95,79 % (100 %)

  4. Apfeldorf 92,98 % (94 %)

  5. Hohenpeißenberg 91,66 % (96 %)

  6. Hohenfurch 91,20 % (95 %)

  7. Denklingen 89,89 % (100 %)

  8. Altenstadt 89,77 % (100 %)

  9. Steingaden 82,17 % (96 %)

  10. Joh.Fried.Lentner 81,81 % (97 %)

  11. Bernbeuren 80,70 % (95 %)

  12. Alfons-Peter-Peiting 77,92 % (90 %)

  13. Schwabsoien 77,55 % (74 %)

  14. Forst-Wessobrunn 69,69 % (89 %)

  15. Förderzentrum Altenstadt 61,22 % (67 %)

  16. Schongau 58,50 % (78 %)

(Der erste Wert bezieht sich auf die gesamte Schule, der zweite auf die 4. Klassen).

Hans-Helmut Herold


 

Imagefilm der Wasserwacht

Es gibt einen neuen Imagefilm der Wasserwacht in Bayern. Hier zu finden auf
unserer Seite (Über uns), oder auf Youtube über diesen Link:
(Mit dem Link verlassen Sie die Internetpräsenz der Wasserwacht Peiting-Schongau)

Youtube-Link


 

In Kinsau können alle Vorschulkinder schwimmen

Die erfolgreichen Wasserratten des Kinsauer Kindergartens mit ihrer Schwimmlehrerin mit Herz Irmgard Latzko
(mit Herz an der Bluse) zusammen in dem Piratenboot. Zur Ehrung kamen Magnus Magg, Gerd Merk
(beide Wasserwacht) und Bürgermeister Marco Dollinger (ganz rechts). © Herold

 

Im Münchner Eisbach ist eine 15-Jährige ertrunken, die nicht schwimmen konnte. Im Kinsauer Kindergarten wäre so etwas undenkbar: Dort haben alle Vorschulkinder das Seepferdchen. Dafür gab es jetzt die Wasserwachtmedaille in Bronze.


Kinsau – Es ist ein besonderer Tag im Kindergarten Kinsau. Hoher Besuch hat sich angekündigt, um vor Ort im kleinen Spieleparadies eine wirklich nicht alltägliche Ehrung vorzunehmen. Gerd Merk, Vorsitzender der Wasserwacht Peiting-Schongau, Magnus Magg, Beauftragter der Wasserwacht für das Schulschwimmen, und der Bürgermeister der Gemeinde, Marco Dollinger, haben sich unter die Rasselbande gemischt. Da muss es ja wirklich etwas besonders geben, erahnen auch die Elternvertreter und Erzieherinnen rund um Leiterin Irmgard Latzko.


Ist die Wasserwacht mit im Spiel, muss es sich bestimmt um das nasse Element drehen. Richtig vermutet. Im Klartext von Magnus Magg ausgesprochen: „Irmgard Latzko geht mit ihren Kindergartenkindern mittlerweile schon seit 20 Jahren ins Schwimmbad.“


Wie Magnus Magg erklärt, wird in den Sommermonaten das Wellenbad in Peiting besucht, in den kälteren Monaten das Plantsch in Schongau. Dabei wird sie von den Eltern und der Gemeinde Kinsau großzügig unterstützt. Für die Fahrten stellt die Gemeinde zu jeder angeforderten Zeit den eigenen Bus kostenfrei zur Verfügung. „Ohne Komplikationen, der Bürgermeister hat immer ein offenes Ohr für unsere Belange“, sagt Latzko.


Im Gegensatz zur Benutzung des Schulbusses besteht der große Vorteil, dass die Kinder des Kindergartens übersichtlich betreut werden können und nicht zwischen Schülern ein Platz gesucht werden muss. Die Unterstützung der Eltern ebenfalls erwähnenswert. Sie beteiligen sich an den Kosten zur Anmietung des Lehrbeckens, aber nicht an der Schwimmausbildung.
Vollkommen richtig gelesen: Die Schwimmausbildung wird alleine von den Erzieherinnen gemeistert. Sehr zum Vorteil, wie Schwimmlehrerin Irmgard Latzko aus Erfahrung weiß. „Sind Eltern mit im Spiel, konzentrieren sie sich zu sehr auf ihre eigenen Kinder“, so Latzko. Das hat zur Folge, dass es oft Ungleichheiten in der Abfolge im Bad gibt. „Wir gehen miteinander schwimmen, gehen miteinander duschen und danach miteinander ein Eis essen.“ Ungereimtheiten ausgeschlossen.


Wie wichtig ein fundierter Schwimmunterricht ist, unterstreicht Magnus Magg an Zahlen ertrunkener Kinder in den vergangenen Jahren. „Viele Eltern denken, ihre Kinder können schwimmen. Dabei ist es nur ein spaßiges Plantschen“, erklärt Magg. Der Ruf, Schwimmkurse abzuhalten, wurde laut, als die ersten Asylbewerber in den Seen ertranken. Dabei hat man leider übersehen, dass in Deutschland derzeit nur noch die Hälfte der Kinder nach der vierten Klasse schwimmen können.


Deshalb finden es die Verantwortlichen der Wasserwacht ehrenwert, wenn schon in Kindergarten ein Schwimmunterricht auf dem Plan steht. So wie in Kinsau, wo alle Kinder das Seepferdchen erworben haben. Zwei von ihnen haben sogar die Voraussetzungen für die nächste Stufe, den Seeräuber erfüllt.


Und in Anerkennung der Verdienste um die Wasserwacht im Bayerischen Roten Kreuz ist dem Kindergarten in Kinsau die Wasserwachtmedaille in Bronze verliehen worden.
Voraussetzung für den Erwerb des Seepferdchens: 25 Meter freies Streckenschwimmen, danach abtauchen und aus Schultertiefe einen Ring heraufholen. Und für den Seeräuber: 100 Meter freies Schwimmen, fünf Meter Streckentauchen und einen Ring aus einem Meter Tiefe heraufholen.


Hans-Helmut Herold

 


 

Schwimmkurstermine

Die neuen Schwimmkurstermine stehen (unter Vorbehalt) fest. Es ist möglich, dass sich die Termine
aufgrund der Arbeiten im Plantsch bis zu zwei Wochen nach hinten verschieben.


 

Sieben Goldene Ehrenamtskarten

Sieben Mitglieder der Wasserwacht Peiting- Schongau bekamen von der Landrätin Andrea Jochner- Weiß die goldene Ehrenamtskarte übergeben.


Auf dem Foto sind von links nach rechts zu sehen:
Magnus Magg, Harald Skokan, Peter Scholz, Harald Wagner, Karl Wecker und Harald Hackl (es fehlt Monika Magg).
Die feierliche Verleihung fand in der Gaststätte zur Post in Peißenberg statt.